Cosplay ist eines der Hobbys von @geektesse (wegen akuter Talentfreiheit meistens eher tragen und nicht selbst nähen) , und Nerd-Sein ist das mich ausmacht. Daher war „Cosplay saves the multiverse“ auch ein Buch, das mich vollkommen angesprochen hat.
Geschrieben wurde es von der wunderbaren @marystormhouse , die für unser Spotlight aus dem Nähkästchen geplaudert hat. Vielen Dank Mary für deine Zeit!
Wie ist die Idee für Cosplay saves the Multiverse entstanden?
Tendenziell entstehen viele meiner Ideen spontan, wenn zwei Dinge in meinem Kopf kollidieren. In diesem Fall war es bei einer Autofahrt, wo ich über Cosplay nachdachte und wie cool das Hobby ist, da es so viele Fähigkeiten erfordert. Dennoch werden viele Cosplayer*innen immer noch belächelt. Dabei könnten sie im Katastrophenfall mit ihrem Pragmatismus und Improvisationstalent die Welt retten. Oder das Multiverse. Begeistert von meiner Idee, habe ich sie direkt den Mitfahrenden vorgestellt, denn die Prologszene mit dem Auto, das in einem Paralleluniversum landet, hatte ich sofort im Kopf. Mein Mann meinte, die Geschichte sei besser zu Ende nach dem Blitzeinschlag. Mit Todesfolge. Da merkt man, dass er aus dem Krimi-Genre stammt.
Gibt es eine Szene oder ein Charakter, der dir dabei besonders an Herzen liegt?
Mein Charakter ist Red. Von allen Charakteren, die ich geschrieben habe, gehört sie zu den beiden, die mir am nächsten sind. Sie ist keine zwanzig mehr, sie ist Mutter, sie hat eine funktionierende Partnerschaft. Mir war es wichtig zu zeigen, dass das Leben mit Familie und mit 30+ nicht vorbei ist, im Gegenteil, Da fängt es häufig erst an. Und wer möchte, kann immer noch seinen Hobbies nachgehen, neue entdecken oder sogar die Welt retten. Daher ist für mich auch die Szene, in der Red ihre Kraft entdeckt, die emotionalste.
Was war/ist die größte Herausforderung beim Schreiben?
Mich hinzusetzen und zu beginnen. 😀 Man könnte meinen, dass es einfacher wird, je mehr Bücher man geschrieben hat. Aber nein, dieses hinsetzen und schreiben, wenn die Geschichte im Kopf steht, das Ritualisieren ist bei jedem neuen Projekt wieder eine Herausforderung. Sobald ich ein paar Tage jeweils mehr als tausend Worte geschrieben habe, bin ich im Flow, wenn dann keine größeren Dramen im Umfeld passieren (Klopf auf Holz) ziehe ich das ganze durch und steigere dann täglich meine Wortzahl.
Hast du eine bestimmte Routine beim Schreiben?
Ich habe ein Schreiblaptop an meinem Schreib-Schreibtisch, an dem ich nicht sitze, sondern stehe. Ohne Internet und Ablenkung. Ohne Brotjobdetails. In der Nähe meines SERAPHS und einiger bedeutsamer Geschenke und Bilder. Dann kommen Kopfhörer mit einer passenden Playlist auf die Ohren, ein Kaffee und eine Flasche Wasser auf den Tisch und es geht los. Tatsächlich stolpere ich am Anfang manchmal, bis ich den richtigen Soundtrack gefunden habe, der sich je nach Stimmung unterscheidet. Bei Cosplay Saves the Multiverse waren es hauptsächlich die Soundtracks zu Baldur’s Gate 3 und Divinity: Original Sin 2 von Borislav Slavov.
Weißt du schon was dein nächstes Projekt sein wird und kannst uns darüber etwas verraten?
Tatsächlich arbeite ich gerade an mehreren Projekten, die alle sehr cool sind. Am weistesten fortgeschritten ist „Heaven’s Lie“, das Anfang 2026 im WunderZeilen Verlag erscheint und der erste Teil einer Dilogie wird. Es handelt sich um eine Geschichte über die Apokalypse, in der Dämonen und Engel auf der Erde um Vorherrschaft kämpfen, während die Menschheit der unglückliche Dritte in diesem Krieg ist. Vor allem Fans von Supernatural und Hazbin Hotel dürften hier auf ihre Kosten kommen. Ich wollte schon ewig ein Buch mit biblischer Mythologie im Hintergrund schreiben und freue mich, dass die Erzählung ein Zuhause im WunderZeilen Verlag gefunden hat.
