Heute geht es um eine Autorin, die durch die Genre springt und damit beeindruckt. @katja.jansen_autorin hat Lichti mit ihrer Scifi Anthologie wirklich begeistert, hat jedoch auch schon im Fantasy Bereich veröffentlicht und man darf gespannt sein, was da sonst noch kommt😄
Katja Bücher begeistern vor allem durch ihre philosophische Ansätze, die nicht nur aus „Was wäre wenn…?“ bestehen, sondern durch Gedankenspiele und Auseinandersetzung philosophischer Fragestellungen selbst zum Nachdenken anregen.
Lichti schreibt dazu:
„Ich selbst habe mich auch in ihren Schreibstil verliebt, der nicht zu verblümt ist und doch auf wunderbare Weise poetisch. Es ist nicht selten, dass ich mir Sätze markieren und einrahmen möchte!“
Doch genug geschwärmt. Euch jetzt viel Spaß mit dem Interview und vielen Dank für das Beantworten an @katja.jansen_autorin!
Wie ist die Idee für dein aktuelles Projekt entstanden?
Bei Echoes from Tomorrow stand am Anfang jeder Kurzgeschichte eine bestimmte Technologie. Dazu habe ich mir überlegt, welche Dilemmata daraus entstehen könnten und wie sich diese am besten als Sackgasse oder Enthüllung inszenieren lassen. Wichtig ist mir dabei eine Erzählweise ohne erhobenen Zeigefinger, denn auch die echte Welt ist selten nur Schwarz oder Weiß.
Gibt es eine Szene oder ein Charakter, der dir dabei besonders an Herzen liegt?
In Homo Optimus sind die Eltern der Protagonistin die Verursacher des Übels. Trotz aller berechtigten Vorwürfe war es mir wichtig, ihre Beweggründe nachvollziehbar darzustellen. Am Ende muss sogar die Protagonistin das anerkennen. Für mich ist das eine starke Szene.
Was war/ist die größte Herausforderung beim Schreiben?
Die größte Herausforderung ist, das Vertrauen ins eigene Können zu bewahren. Bei jeder Geschichte habe ich Zweifel und bin überrascht, dass sie letztlich doch gut wird, nur um zu denken, dass mir sowas nicht nochmal gelingen kann. Bei Echoes from Tomorrow dachte ich das insgesamt 15x und wurde jedes Mal von mir selbst eines Besseren belehrt.
Hast du eine bestimmte Routine beim Schreiben?
Ich schreibe nur, wenn ich Lust habe und setze mir keine festen Zeiten oder Wortziele, um keinen künstlichen Druck zu erzeugen. Den hat man in anderen Lebensbereichen schon genug. Das Schreiben bleibt meine Leidenschaft, der ich nachgehe, wann, wo und wie immer es gerade passt.
Weißt du schon was dein nächstes Projekt sein wird und kannst uns darüber etwas verraten?
Mein aktuelles Projekt ist ein experimenteller Kurzroman, der aus sieben Kurzgeschichten besteht, die sich zu einer Gesamtgeschichte fügen. Das Genre würde ich als dystopische Fantasy bezeichnen. Jedenfalls gibt es Menschen und Monster, aber auch Androiden – und eine ordentliche Portion Philosophie, die bei diesem Projekt vielleicht ein wenig ausgeartet ist.
