Rezension
Ich mag es sehr, dass die Protagonistin aus einer der privilegierten Familien stammt. Bei Rebellengeschichten finde ich es immer recht „einfach“, wenn diejenigen rebellieren, die ohnehin unterdrückt werden. Viel spannender finde ich die Erkenntnis, dass man selbst jahrelang einer Propaganda aufgesessen ist, das eigene Weltbild hinterfragen muss und sich dann bewusst dafür entscheidet, etwas zu verändern. Das hat mir hier wirklich gut gefallen.
Die Lovestory ist süß, auch wenn die beiden für mich eher auf dem Papier Enemies sind. Dafür sind sie sich irgendwie etwas zu spontan sympathisch. Das ist meinerseits gar keine Kritik, allerdings könnte enttäuscht werden, wer auf der Suche nach richtig hartem Enemies to Lovers ist. Dann wäre sie vermutlich schon auf Seite 5 tot oder so.
Und dann dieser Cliffhanger … Also, normalerweise erwarte ich von einem Buch mit Cliffhanger, dass ein Story Arc abgeschlossen wird und das Ende gleichzeitig Lust auf mehr macht. Aber Aaaaaalter. Ich werde wahrscheinlich noch darüber nachdenken, bis der nächste Band erscheint. Das war schon gemein.
Was mir ebenfalls richtig gut gefallen hat, waren das Setting und der gesamte Vibe, den das Buch versprüht. Zwischendurch hatte ich irgendwie „Zombies, Run!“ Vibes. Das ist ein Handyspiel, bei dem man läuft, während man verschiedene Missionen absolviert, und anschließend zu einer Basis zurückkehrt. Hat eigentlich null mit dem Buch zu tun, aber tja. Die Assoziation war trotzdem da.
Auch optisch gefällt mir das Buch sehr gut. Ich persönlich mag ja Menschen auf Buchcovern, weshalb ich mich auch über die Darstellung der beiden Protagonist gefreut habe. Insgesamt ist die Aufmachung wirklich hübsch. Einen kleinen Haken hat für mich allerdings die Platzierung der Karte auf dem Schutzumschlag. Der kommt bei mir zum Lesen grundsätzlich ab und wird erst einmal „in Sicherheit“ gebracht, bevor er nach dem Lesen wieder ans Buch darf. Wenn sich die Karte darauf befindet, kann ich leider nicht mal eben zwischendurch nachschauen, wo sich die Charaktere gerade befinden.
Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Ich mochte die Charaktere, das Setting, die Atmosphäre und die Geschichte, auch wenn mich dieses Ende vermutlich noch eine ganze Weile beschäftigen wird. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung und ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung!
Inhalt
Ohne magische Fähigkeiten ist die Generalstochter Luce Sinclair eine Außenseiterin im Militärregime Myra. Ihr Traum, Heilerin zu werden, zerplatzt, als sich ausgerechnet die verbotene Nekromantie in ihr offenbart. Verbannt auf die Gefängnisinsel Exile Point, wird sie ihrem Feind Jax ausgeliefert, einem Rebellen mit Racheplänen gegen ihre Familie. Zwischen tödlichen Gefahren und wachsender Anziehung gerät Luces Weltbild ins Wanken. Als die Wahrheit über das Regime ans Licht kommt, muss sie ihre Gabe annehmen, denn die Revolution hat längst begonnen.
Eckdaten:
| Genre | Romantasy |
| Alter | Erwachsene (spice!) |
| Bände | Dilogie |
| Setting | Dystopische Militärrepublik Myra und Gefängnisinsel Exile Point |
| Erzähler | Ich-Perspektive, Dual POV |
| Tropes | Forbidden Romance, Morally Grey Characters, Forced Proximity, Forbidden Magic, Survival, Rebellion |
| Diversity | BIPOC Nebencharaktere, Casual Queer, Demi-Rep bei Protagonist:innen |
Für Fans von:
- Dystopischer Fantasy
- Rebellionen und Revolutionen
- Verbotener Magie
- Morally Grey Characters
- Forbidden Lovers
- Düsteren, atmosphärischen Settings
- Survival Settings
- Forced Proximity (#OnlyOneBunker)
- Cliffhangern
