Heute ist es ein besonderes Spotlight für mich (Lichti), weil es um die erste Autorin geht, mit der ich jemals engeren Kontakt hatte und auch SP überhaupt kennengelernt habe. Es geht um @catherine.strefford❤️
Ich liebe ihren Schreibstil und sie ist als Person einfach so so so wundervoll. Sie macht übrigens nicht nur tolle Bücher, sondern führt auch den Account @indie.buecher❤️
Catherine habe ich noch auf Twitter kennen gelernt (als es noch Twitter war), ganz weit vor diesem Account. Genau genommen hat sie mit ihrem ersten Buch mich nach Jahrelanger Leseflaute (Studium, erster Job, das Leben…) zum ersten Mal wieder zum Lesen gebracht- und gleich zum weinen (das erste und einzige Mal).
Das war vor ungefähr 6 Jahren (beim ersten Kind). Sie hat mich auch dazu gebracht, überhaupt mal hier was zu schreiben (weil ich sie unterstützen wollte & durch sie gelernt habe, wie wichtig das ist).
Daher auch ganz persönlich: Danke. Danke für deine Bücher und einfach für dich!
Euch allen wünsche ich viel Spaß beim Interview mit dringender Empfehlung an Ihre Bücher 😆
Wie ist die Idee für dein aktuelles Projekt entstanden?
Das ist ganz unterschiedlich. Oft ist es einfach ein Gedanke den ich habe („Was, wenn jemand ein Auto klaut, ohne zu merken, dass da jemand auf der Rückbank schläft?“ – „Was, wenn ich einen Gegenstand finde und dann einen Geist sehen kann?“) und der mich nicht mehr los lässt. Er taucht immer wieder auf und ich überlege mir verschiedene Szenarien als Antwort und dann führt irgendwann das eine Szenario zum nächsten und weitere Fragen tun sich auf, auf die ich Antworten suche und schon habe ich eine halbe Geschichte und Figuren im Kopf und entscheide dann, dass ich das auserzählen möchte. Manchmal kommt es aber auch vor, dass ich aktiv über etwas schreiben möchte. Ein Buch mit Zombies zum Beispiel. Das war alles was ich hatte: Ich möchte ein Buch schreiben, in dem Zombies vorkommen. Und das keimte dann ewig in meinem Gehirn, bis ich eines Tages eine Szene im Kopf hatte und wusste, dass ich mich jetzt um die Geschichte kümmern kann.
Es ist schwer den ersten Impuls einer Idee zu beschreiben bzw. festzuhalten, aber für gewöhnlich habe ich meine Ideen, wenn ich meine Gedanken schweifen lassen kann. Oft ist das beim Spazierengehen, manchmal beim Wäsche falten. Eben dann, wenn die Gedanken kreisen können, ohne von irgendwas abzuprallen.
Gibt es eine Szene oder ein Charakter, der dir dabei besonders an Herzen liegt?
Eine gemeine Frage. Aber wenn ich mich entscheiden muss, dann ist es wohl Richie aus „Nur kurz leben“ und „Zwischeneinander“. Das war mir beim Schreiben nie so richtig bewusst, aber Richie ist mir schon irgendwie sehr ähnlich. Er hat vom Leben viele Päckchen abbekommen und braucht seine Zeit um zu realisieren, dass die Last der Päckchen geschmälert werden kann und nicht nur ausgehalten werden muss.
Was Szenen angeht, mag ich vor allem die besonders, wenn die Figuren das erste Mal aufeinander treffen. Richie und Leon, Richie und Maxi, Lu und Kaya. Ich liebe es, wenn die verschiedenen Charaktere aufeinanderprallen und die Figuren ihre gemeinsame Wellenlänge finden müssen. Das geht manchmal schneller, wie bei Richie und Maxi und dauert manchmal länger, wie bei Lu und Kaya und macht mir beim Schreiben unglaublich viel Spaß.
Was war/ist die größte Herausforderung beim Schreiben?
Für mich die Routine. Eigentlich schreibe ich jeden Tag an meinen Projekten, wenn das Leben dazwischenkommt und mir das tägliche Schreiben nimmt, wird es kompliziert. Ich bin nicht mehr so sehr drin in der Geschichte, brauche beim wieder aufnehmen des Textes mehr Zeit, um die Figuren und die Geschichte wieder zu „fühlen“. Wenn ich täglich schreibe, bin ich einfach drin und es geht schnell voran. Leider ist es nicht immer so einfach, dem Schreiben diese Priorität zu geben, zumal das Geld zum Leben leider nicht über meine Bücher aufs Konto kommt. Dementsprechend leidet meine Schreibroutine dann häufig mal und leider bin ich auch gar nicht gut darin, wieder in meine Routinen zu finden, wenn ich erstmal rausgeschubst wurde.
Hast du eine bestimmte Routine beim Schreiben?
Ich habe zu jedem Projekt eine Playlist. Die hilft mir dabei in der richtigen Stimmung fürs Buch zu sein. Das finde ich sehr hilfreich, vor allem an Tagen, an denen einem mal gar nicht der Sinn nach kreativem Schreiben steht. Mit meinen Playlist klappt es trotzdem immer. Funktioniert für mich halt wie jede andere Konditionierung: Die Playlist läuft und mein Gehirn weiß: jetzt wird geschrieben. Ansonsten bin ich da sehr unromantisch. Ich kann so ziemlich überall schreiben und auch die Uhrzeit ist mir relativ egal.
Weißt du schon was dein nächstes Projekt sein wird und kannst uns darüber etwas verraten?
Das aktuelle Projekt an dem ich arbeite trägt den kreativen Arbeitstitel „Polyromance“. Kurz zusammengefasst geht es um ein verheiratetes Paar, dass sich für eine dritte Person öffnet. Der Weg dahin ist natürlich ein bisschen komplexer und mit einigem Gefühlschaos verbunden. Danach steht eine Art Lehrbuch zum Thema Buchsatz auf dem Plan das schon lange in meiner Schublade liegt und dann soll wieder ein Jugendbuch kommen, über das ich aber noch nichts sagen kann.
