Willkommen zur nächsten Ausgabe des Autor*innen Spotlight für SP-Autor*innen von @geektesse und @lichti_liest!

Heute geht es um eine Autorin für queere düstere Fantasy. Wir haben @kaja_evert_autorin Fragen rund um Ihr neues Buch gestellt!

Kajas Bücher sind düster, aber immer mit der richtigen Portion Hoffnung. Daher fiebert @lichti_liest dem 2. Teil von „Klinge und Blutmagie“ schon entgegen (und nicht nur, aber auch wegen dem Fledermaus-Sidekick!). Das Cover ist noch nicht final, aber wer die Cover von Kaja kennt, weiß, dass wir uns da auf etwas sehr schönes freuen dürfen!

Schaut auch gern in ihrem Shop vorbei, Kaja bietet nämlich sich selbst hergestellte Buchkerzen passend zu den Büchern an und tolle Charakterkarten!
www. kaja-evert.de

Wie ist die Idee für dein aktuelles Projekt entstanden?

Welches aktuelle Projekt? Ich überarbeite gerade parallel zwei Projekte. Eins ist der dritte Teil einer Auftragsarbeit für das Rollenspielsystem »Das Schwarze Auge«. Das andere der zweite Teil meines Dark-Fantasy-Romans »Klinge & Blutmagie«. Nehmen wir das – soll ich dann lieber sagen, wie mir die Idee für den ersten oder den zweiten Teil gekommen ist? *lach*
Genau genommen sind mir beide Ideen beim Gaming gekommen. Ich liebe Gaming und ziehe viele Inspirationen daraus. Überhaupt bin ich eine sehr verspielte Person, liebe es nicht nur, an der Konsole zu spielen, sondern auch Brettspiele und Pen&Paper-RPG. Aber ich erinnere mich auch noch gut an eine Reise nach Lissabon mit meinem besten Freund vor ca. 13 Jahren. Da besichtigten wir eine Kirche der Inquisition, und ich meinte zu meinem Freund: »Ich will mal einen Roman schreiben, in dem eine Hauptperson Inquisitor ist!« Das tat ich dann auch, allerdings erst sehr viel später. Die Idee für den zweiten Teil, oder genauer gesagt dafür, dass er zum Teil in einem Gefängnis spielen soll, hatte ich dagegen beim Spielen von „Demon’s Souls“.

Gibt es eine Szene oder ein Charakter, der dir dabei besonders an Herzen liegt?

Mir liegen all meine Charaktere so sehr am Herzen, dass es fast schon ein bisschen peinlich ist. Immerhin sind es ja fiktive Figuren und keine wirklichen Menschen. Da sie mich über viele Jahre hinweg begleiten, sind sie so etwas wie gute Freunde für mich geworden. Das gilt auch für Nino und Kjeld aus „Klinge & Blutmagie“! Eine besonders wichtige Figur wird für mich immer der Ritter Steyn aus „Dornenritter“ sein. Seine Verletzlichkeit, seine Selbstzweifel und seine verzweifelte Stärke haben mich ganz besonders berührt, als ich seine Geschichte erzählen durfte, und ich vermisse ihn noch heute.

Was war/ist die größte Herausforderung beim Schreiben?

Bücher zu schreiben und zu veröffentlichen ist so voller Herausforderungen, dass ich kaum weiß, wo ich anfangen soll, aber bei jeder Person liegen sie woanders. Ich persönlich habe beim Schreiben vor allem mit meiner etwas chaotischen Arbeitsweise zu kämpfen, die dazu führt, dass ich immer recht viel überarbeiten oder sogar neu schreiben muss. Generell ist das Business sehr hart, Rückschläge und Misserfolge sind häufig, und es gibt zahllose weitere Probleme, auf die ich hier gar nicht genauer eingehen möchte. Als Selfpublisherin finde ich es am schwierigsten, Reichweite zu bekommen, damit potenzielle Leser*innen überhaupt merken, dass es meine Bücher gibt. Das ist allerdings auch mit Verlag oft nicht einfach. Auch Zeit spielt eine Rolle, und da ich in Vollzeit arbeite, ist für all das Schreiben, die Organisation und das Marketing nie so viel Zeit übrig, wie ich es mir wünschen würde. Mir ist es aber so wichtig, meine Geschichten mit anderen Menschen zu teilen, dass ich mich von Rückschlägen nicht so schnell unterkriegen lasse und mein Ding durchziehe.

Hast du eine bestimmte Routine beim Schreiben?

Ja, ich arbeite jeden Morgen sofort nach dem Aufstehen an meinen aktuellen Projekten, noch während ich meinen ersten Kaffee (oder neuerdings Matcha) trinke. Da ich wie gesagt einen Vollzeit-Brotjob habe, brauche ich diese Zeit vor der eigentlichen Arbeit unbedingt, sonst würde nie etwas fertig werden. In den seltenen Fällen, in denen ich es einmal nicht schaffe, bin ich den ganzen Tag über unzufrieden. Aber unzufrieden bin ich auch immer, wenn ich meine Geschichten verlassen und ins Büro muss. Leider verdiene ich mit dem Schreiben nicht so viel, dass ich Stunden im Brotjob – den ich eigentlich mag, wenn auch nicht so sehr wie meine Geschichten – reduzieren könnte. Aber hoffentlich eines Tages! 🙂

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